Wilhelm Reich Institut für Therapie und Weiterbildung

Psychiatrische Orgontherapie / Integrative Reichsche Körpertherapie

Mohn

Die ursprüngliche Reichsche Körpertherapie, genannt Psychiatrische Orgontherapie wurde in meiner 30-jährigen Praxis vielfach bereichert durch weitere Ausbildungen, Wissensgebiete und Erfahrungsbereiche, vor allem durch die Systemische Therapie, Hypnotherapie, Traumatherapie, Innere-Kind-Arbeit, Craniosakraltherapie und spirituelle Psychotherapie. ‚Panzerungsphänomene’ werden heute als die in der Kindheit bestmöglichen Schutzmechanismen betrachtet und erfahren dadurch mehr Wertschätzung als früher, ja werden sogar ‚utilisiert’. Wir arbeiten individuell ressourcenorientiert; Therapieziele und Zwischenziele werden miteinander abgestimmt. Dies wird dem Einzelnen mehr gerecht und ist auch aufgrund der veränderten psychischen Strukturen heutiger Generationen dringend notwendig. Gleichzeit ergibt sich durch all das Beschriebene ein direkterer und leichterer Zugang zum inneren Wesenskern mit all seinen Potentialen als früher.

Das langfristige Ziel dieser methodenübergreifende Therapie ist immer noch wie bei Reich, Hingabefähigkeit an das innere und äußere Leben zu entwickeln. Durch natürliche Tiefenatmung des Klienten und verschiedene Interventionen meinerseits wird die Lebensenergie intensiv angeregt und in Fluss gebracht. Diese überall vorhandene Lebenskraft ist biophysikalisch, jedoch nicht materiell, alles durchströmend, sich selbst schöpfend, selbst-erkennend, selbst-organisierend und selbst-heilend. Andere Namen dafür sind bekannt als Qi, Prana, Fluidum, Lebenskraft, Od, Elan Vital oder Äther. Diese Energetisierung initiiert wiederum die regelmäßige, intensive und angenehme Erfahrung körperlich-energetischen Strömens, Vibrierens oder Schwingens. Die energetische und emotionale Pulsationsfähigkeit wird gestärkt. Der Spielraum für das Empfinden, Spüren und Fühlen erweitert sich immer mehr; der körperlich-emotionale Ausdruck wird reicher und tiefer.

Lange aufgestaute Emotionen kommen hoch; werden angenommen, verstanden und in ihrem Ausdruck innerhalb des therapeutischen Rahmens unterstützt. Dadurch lösen sich allmählich alte Gefühls- und Denkblockaden (Panzerung). Durch Freisetzung von Energie aus diesen Blockierungen wird der individuelle Energielevel dauerhaft angehoben. Es entsteht mehr Freiheit im emotionalen Erleben und Verhalten. Das nächste, tiefgehendere Ziel ist die Entfaltung des inneren Wesenskerns mit allen menschlichen Qualitäten von Verständnis für das eigene Selbst, Bewusstheit, Kreativität, Verbundenheit, Freude und Hingabe, u.a.m. Reich nannte diese Instanz den biologischen Kern. Andere bezeichnen sie als Essenz, Selbst oder Herzensebene. Die meisten Menschen verändern sich tiefgehend und anhaltend, sobald sie den Kontakt dazu halten können. Dies zeigt sich in allen Lebensbereichen: im Denken, Empfinden, Fühlen, emotionalen Ausdruck, in den physiologischen Funktionen, im Handeln und in den Beziehungen zu anderen Menschen. „An ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen“.

Die beschriebene integrative Körpertherapie ist besonders geeignet für Menschen, die unter zuviel Selbstkontrolle und Zurückhaltung leiden und sich in ihrem emotionalen wie körperlichen Ausdruck gehemmt fühlen. Oder für diejenigen, die wissen, dass sie vor bestimmten Empfindungen und Erfahrungen, vor ihrem ‚Schatten’ wie auch vor ihrem inneren Kern ausweichen und beiden begegnen wollen. Sie ist auch geeignet für Menschen, die einfach nur offen und neugierig sind. Ein Mindestmaß an Mut, (Selbst-)Vertrauen, innerer Stabilität und Integration ist erforderlich, um sich auf diesen tiefgehenden Prozess einlassen zu können. Basis für diese Art von Arbeit ist eine verlässliche, unterstützende therapeutische Beziehung. Das Werkzeug ist der unmittelbare mitmenschliche Kontakt mit einem individuell stimmigen Maß an Berühren, Halten, Augenkontakt, Humor, Imagination, Intuition, inneren Bildern und Dialogen. Das Gespräch, das Wort und die Stimme auf der Herzensebene mit den Qualitäten von Empathie, Annahme, Toleranz, Freude, Lachen, Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit bleiben nach wie vor wirksame Instrumente. Der mächtigste aller Heilfaktoren ist jedoch die Liebe, und zwar die Selbstliebe und Nächstenliebe der Therapeutin, die im Gegenüber Resonanz erzeugt.